MMK 002

Mein Medien-Konsum bis zum 18. März 2023


Ich. Darf. Nicht. Schlafen.

10.03.2023 – auf TV von Recorder – öffentlich-rechtlich – Spielfilm – c2014

Die Kidman spielte zwar sehr gut – aber ich bin bei 1:15 ins Bett gegangen. Das wurde mir zu blöd. (Der deutsche Titel ist auch blöd.)


U-571

11.03.2023 – auf TV von Recorder – privat-TV – Spielfilm – c2000

Amerikanische Version von „Das Boot“ – nicht mehr, aber ein bisschen weniger. Mit typischem Ami-Heldentum, ordentlichen Action-Szenen – das deutsche Original ist um Längen besser!


Eine Klasse für sich

12.03.2023 – auf TV von Recorder – öffentlich-rechtlich – Fernsehspiel – c2019

Ossi fälscht Abiturzeugnis, wird Lehrer im Westen und fliegt bei der anstehenden Verbeamtung als Zeugnisfälscher auf. Er soll nun das Abitur nachholen … alles seltsam lustig. Nun gut, ein Fernsehspiel.
(Die Leistungen der Schauspieler ist aber OK!)


Genesis. Brennende Welten

Thariot
ab 08.03.2023 bis 13.03.2023
eBook auf kindle – SF – Roman – c2014

Naja, jetzt habe ich erstmal genug von bis an alle Grenzen gehenden Raumschlachten … der dritte Band kann (muss) warten.

Noch so viel: Hat sich gut gelesen und war auch wieder Ideenreich. Und ich bin auch schon auf den dritten Band gespannt. Allerdings eben nicht gleich sofort …


Kaltes Blut – Auf den Spuren von Truman Capote

16.03.2023 – amazon Prime – Spielfilm – c2006

Meine liebe Frau war zu einer Geburtstagsfeier und ich war allein beim Filmeaussuchen …
Den Film sah ich mir vor allem an, weil ich vor sehr vielen Jahren das Buch gelesen habe („Kaltblütig“) und noch immer weiß, dass ich davon beeindruckt war.

Dieser Film gestaltete sich ziemlich anders, als erwartet. Vor allem die Figur des Truman Capote war mir in dieser Art völlig neu: Was für ein schräger Vogel!
Der Film bleibt in Anbetracht der schwierigen Thematik erfreulich unbeeindruckt von irgend welchem Mainstream. Ich fand ihn bis zum Schluss in sich schlüssig und sehenswert! Auch wenn dabei für mich Truman Capote in gewisser Weise entzaubert wurde.
Kein Film für Allerweltsgeschmäckler – aber meiner lieben Frau hätte er wohl auch gefallen …

Und morgen gucken wir den aktuellen Oscar-Preisträger. Wenn ich ihn wiederfinde im Prime-Chaos …


Everything Everywhere All at Once

17.03.2023 – amazon Prime – Spielfilm – c2022

Da hatte ich mich so gefreut, dass es den aktuellen Oscar-Preisträger (u.a. „Bester Film“) schon bei Prime zu sehen gibt – und dann dieses Debakel!
Bei 58 Minuten hielt ich den Film erstmalig an, und schaute mich bei den Mitsehern um: Wollen wir das wirklich weitergucken? Lass laufen, wir haben es doch bezahlt! (3,99 €)
Bei 1:18 habe ich dann Schluss gemacht. Dieser Blödsinn war für mich nicht mehr zum Aushalten! Ich habe nichts gegen Trash, gegen Satire oder gegen abstruse Filme. Aber das hier war für mich zu viel davon. Sinnlose Abfolgen von bunten Bildern – mehr nicht. Das Ganze auch noch als Science-Fiction zu verkaufen, ist für mich absolut unverständlich. Wie kann so ein Müll den Oscar bekommen???


Lohengrin

18.03.2023 – Cineplex Naumburg – Oper – LiveStream aus der Metropolitan Opera New York – c2023 (c1850 Uraufführung in Weimar) (c1848 Fertigstellung der Partitur durch R. Wagner)

Irgendwie stand die Idee im Raum, dies auch einmal zu machen. Doch sollte es nicht unbedingt ein realer (anstrengender) Opernbesuch sein, sondern eher etwas bequemer werden. Wobei dies nicht mein erster Opernbesuch gewesen wäre. Ich kann durchaus schon auf „Freischütz“, „Zauberflöte“ und Ähnliches verweisen. Aber den ernsten Wagner hatte ich noch nicht auf meiner Liste. (Und das, obwohl ich schon jahrelang mit Wagnerianern beruflich zu tun habe. Aber dies nur am Rande.)

Die Offerte, sich den Lohengrin im LiveStream im Naumburger Kino anzuschauen, haben wir also genutzt – und wenn es gar „zu schlimm“ geworden wäre, bestand auch die Bereitschaft, einfach vorzeitig abzuhauen … Kulturbanausen wie wir sind.
Aber was heißt hier Kulturbanause. Kultur ist, wenn’s gefällt, wenn’s interessant ist, wenn man sich nicht dazu gezwungen fühlt. (Ich erinnere mich mit Grausen an Kino-Pflichtbesuche zu sowjetischen Kriegsfilmen in der DDR.)

Nun also voller Wagner-Pathos in höchster Qualität aus der MET. Beeindruckend schon mal die Liveaufnahmen aus dem riesig erscheinenden, vollbesetzten Opernsaal bevor es losging. Das Publikum überraschend leger gekleidet. Lag es an der Ortszeit von 12 Uhr in NY? Oder geht das immer so? Auch der Dirigent kam nicht im Frack oder Anzug …

Zur Ouvertüre gab es nicht den gewohnten, noch geschlossenen Vorhang. Sondern es gab schon etwas zum Gucken. Die Sphärenklänge harmonierten gut mit dem Mond im Bühnenbild – so gut, dass die Ouvertüre nicht länger hätte dauern dürfen. Nein, ich wäre nicht eingeschlafen. Ich hätte mit Heulen angefangen! Da hatte er mich schon voll erwischt, der Wagner, mit seiner genialen Musik!

Als dann die Opernstars ihr Werk begannen, wurde es etwas anstrengend für mich. Zwar kam der ganze Lohengrin in Original-Deutsch und sogar zusätzlich mit deutschen Untertiteln daher, aber dass jedes Wort so kompliziert gesungen werden muss, das ist für ungeübte Ohren schon anstrengend. Dabei kann ich aber durchaus die sängerische Leistung – wenn auch nur laienhaft – erkennen und schätzen. Die war bei allen Solisten über jeden Zweifel erhaben!

Insgesamt fand ich die Inszenierung angemessen ausgewogen zwischen der Opern-Entstehungszeit und der Moderne. (Allerdings vermisste ich den Schwan.) Meine Highlights waren vor allem die Stellen, an denen das Orchester pur zu hören ist. Der dritte Akt fing echt fulminant an. In der Schlussszene mit der Ortrud wurde mir klar, dass man tatsächlich Gläser zersingen kann – was für eine Power!
Überhaupt: Die insgesamt auf die Bühne gebrachte Man-Power dürfte kaum noch zu überbieten sein, da waren weit über 100 Darsteller zu sehen!

Oper im Kino ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Wer aber schon mal mit dem Gedanken gespielt hat, sollte es ruhig machen.

Da fällt mir gerade noch etwas zum Thema ein.
Das größte Wagner-Denkmal der Welt und Inspirationsort zum Lohengrin:



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